Die wichtigste Frage der Briten? Would you like a cup of tea?

Wie könnte es anders sein: Would you like a cup of tea? Denn: Die Briten lieben ihre Tea Time!

Ein kleiner Ausflug in die Geschichte des Tees!

Bereits im 17. Jahrhundert entstand die britische Teekultur. Der Grund ist durchaus nachvollziehbar ;-)! Queen Anne (1665-1714) trank nämlich lieber Tee als Biersuppe zum Frühstück. Um 1750 eröffneten die ersten Teegärten, wo der Tee im Freien getrunken wurde. In diesem Teegärten hatten auch Frauen erstmals Zutritt! Anzumerken gilt aber: Da die Bierlobby von dieser Entwicklung entsetzt war, setzte sich eine eine sehr hohe Besteuerung auf Tee durch. Deswegen war Tee ausschließlich der Oberschicht vorbehalten und als galt Statussymbol. Erst als 1783 die hohen Teesteuern gesenkt wurden, konnte sich die Kaffee trinkende Mittelschicht, und etwas später die Arbeiter, ihren Tee leisten.

Der Builder’s tea, den sich Baker, zu Jekaterina Freude statt Assam Tee, wünscht, kommt auch in „Mörderische Rückkehr“ vor. Hier handelt es sich um einen stark gebrühten Beuteltee mit viel Milch und viel Zucker, wie er traditionell von Bauarbeitern während der Arbeitspausen getrunken wurde.

Der richtige Tee zur richtigen Zeit

Nach dem „early morning tea“ folgt der „elevenses“, die Teepause um elf Uhr am Vormittag. Dann gibt es noch den „afternoon tea“ oder „5 oclock tea“ ein, der nahtlos in den „high tea“, Teezeit mit Abendessen, übergehen kann.

Der sogenannte Light tea, ist ein Nachmittagstee, zu dem nur einfache Scones, Phils absolute Lieblingsspeise, gereicht werden.

Der Cream tea ist eine ursprünglich aus Südengland stammende einfache Variante des Nachmittagstees nur mit Scones, allerdings serviert mit Clotted cream und Erdbeerkonfitüre.

Der Five-o-Clock tea, der von den Bennets traditionell im Salon eingenommen wird, wird zwischen 15 und 17 Uhr serviert. Dazu gibt es kleine Sandwiches.

Der Afternoon tea ist zwischen 17 und 19 Uhr anzusetzen. Er ist eine Mischung aus Tea Time und Abendessen und wird am Esstisch (high table) eingenommen. Meist gibt es diese Form nur zu besonderen Anlässen, wenn Gäste eingeladen sind. Zum Tee werden dann zumeist kalter Braten, kaltes Huhn, Salate, gekochtes Gemüse, Kuchen und Früchte gereicht. Das normale Abendessen, zu dem oft ebenfalls Tee getrunken wird, wird grundsätzlich nicht als high tea bezeichnet.

Besonders luxuriös ist die Variante des Royal tea. Hierbei handelt es sich um den Afternoon tea, bei dem zusätzlich Champagner oder Sherry getrunken wird.

Für alle, die mehr über die Geschichte des Tees wissen möchten, ein interessantes Video. Viel Freude!